Weitere Fakten zum Thema AlkoholkonsumFalscher Mythos: Kleine Mengen Alkohol sind gesund
Immer wieder wird von Studien berichtet, denen zufolge kleine Mengen Alkohol positive Effekte auf die Gesundheit haben sollen. Leider haben diese Studien einen Haken: Sie betrachten lediglich die Auswirkung, die der Alkohol auf ein einzelnes Organ hat. Auf den Organismus insgesamt bezogen, so sind sich die Mediziner inzwischen einig, ist Alkoholkonsum bereits in geringen Dosen schädlich.
Wer also für seine Herzgesundheit zum Rotweinglas greift, schädigt damit womöglich Leber, Hirn und andere Organe. Unterm Strich bleiben daher Alkoholverzicht, Bewegung und eine ausgewogene Ernährung wohl das Gesündeste.

Ab wann riskanter Alkoholkonsum beginnt
Es gibt einen Bereich, in dem unser Körper Alkohol noch toleriert – abhängig von Alter, Geschlecht, Gewicht und Vorerkrankungen. Wer diesen Bereich überschreitet, riskiert, dass Körper und Gehirn anhaltenden Schaden nehmen.
Als Richtwert gelten 12 Gramm Alkohol pro Tag für Frauen und 24 Gramm Alkohol pro Tag für Männer. Das entspricht:
- für Wein: 125 ml bzw. 250 ml,
- für Bier: 300 ml bzw. 600 ml,
- für Sekt: 100 ml bzw. 200 ml,
- für Schnaps: 40 ml bzw. 80 ml.
Wer mehr Alkohol trinkt oder keine zwei Tage pro Woche ohne Alkohol auskommt, betreibt riskanten Alkoholkonsum. Das bedeutet, dass durch dieses Trinkverhalten gesundheitliche Schäden möglich sind, die es mit weniger Alkohol oder völligem Alkoholverzicht nicht gegeben hätte.
Wichtig: Alkoholsucht und psychische Probleme können auch schon mit kleineren Mengen an Alkohol einsetzen! Entscheidend ist hier, wie regelmäßig zum Glas bzw. zur Flasche gegriffen wird.
Alkoholismus im Alter
Mit zunehmendem Alter verträgt der Körper immer weniger Alkohol. Zum einen benötigt die Leber mehr Zeit, um Alkohol abzubauen. Zum anderen ist der Wassergehalt der Körperzellen niedriger, wodurch die Alkoholkonzentration schneller steigt. Nicht zuletzt nehmen ältere Menschen oft Medikamente, die sich nicht gut mit Alkohol vertragen. Aus diesem Grund sollten Senioren ihr Trinkverhalten besonders aufmerksam beobachten und im Zweifelsfall gewohnte Verhaltensmuster ändern.
Fachlich qualifizierte Unterstützung erhalten Betroffene in den örtlichen Suchtberatungsstellen. Diese helfen nicht nur denjenigen, die ein Alkoholproblem haben, sondern auch den Angehörigen. Die Beratung ist anonym und kostenlos. Eine Überweisung durch den Hausarzt ist nicht nötig.

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>> Anmerkung der Redaktion <<
Der Konsum von Alkohol kann zu Alkoholismus und anderen ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Gehe verantwortungsbewusst mit Alkohol um und suche dir bei Verdacht auf problematischen Konsum oder Alkoholabhängigkeit professionelle Hilfe. Dieser Artikel ersetzt nicht den Rat eines qualifizierten Mediziners oder Suchtberaters.
Quellen: liebenswert-magazin, dassuchtportal, handelsblatt
Vorschaubilder: ©flickr/The home of Fixers on Flickr ©flickr/Stuart ©IMAGO / photothek